PETER BRÖTZMANN-STEVE SWELL-PAAL NILSSEN-LOVE (D/USA/N)

Freitag, 27. Februar 2015, ab 20.30 Uhr


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Es gibt kaum jemanden im Bereich des Free Jazz, mit dem Peter Brötzmann noch nicht gespielt hat. In einem Interview antwortete er auf die Frage, ob es noch jemanden gäbe, mit dem er gerne zusammenspielen wolle, dass er natürlich einmal mit Ornette Coleman arbeiten würde. Er sagte aber auch, dass er das für sehr unwahrscheinlich halte. Aber grundsätzlich halte er immer Ausschau nach neuen Herausforderungen und interessanten Musikern, mit denen er spielen könne. Es muss also für jemanden wie Peter Brötzmann ein echter Glücksfall gewesen sein, als der New Yorker Posaunist Steve Swell eine gemeinsame Tour für Februar/März 2015 vorgeschlagen hat, zumal die beiden noch nie zusammen gespielt haben. Brötzmann bringt darüber hinaus Paal Nilssen-Love am Schlagzeug mit, den er aus verschiedenen Besetzungen (u.a. im Duo und dem Chicago Tentet) kennt. Steve Swell und Paal Nilssen-Love arbeiten seit vielen Jahren in unterschiedlichen Projekten zusammen - vor kurzem erst tourten sie mit Frode Gjerstads Trio in den USA. Die „First Meeting from the Multiverse“ Besetzung erinnert natürlich an legendäre FMP-Zeiten, z.B. an Alben wie „Pica Pica”, mit Albert Mangelsdorff an der Posaune und Günter „Baby” Sommer  am Schlagzeug, oder an Aufnahmen des Brötzmann-Trios mit Fred Van Howe und Han Bennink, bei denen Mangelsdorff ebenfalls als Gast dabei war (man denke nur an „Elements” oder „The End”). Schon Brötzmann und Nilssen-Love allein sind immer für Überraschungen gut, aber im Verbund mit Swell, dem als Musiker ein Ruf wie Donnerhall vorauseilt - nicht umsonst schätzten Cecil Taylor, Roscoe Mitchell, Bill Dixon oder Ken Vandermark seine Zusammenarbeit - werden die drei in neue musikalische Bereiche vorstoßen, die man so noch nicht von ihnen gehört hat. Auf alle Fälle treffen hier drei Größen des Free Jazz aufeinander. Für uns ein definitiver Höhepunkt des Konzertjahres 2015.