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Attac Kino

14.10.2009 | 20:00

Club Manufaktur Schorndorf

Dokumentation eines Kriegsverbrechens Deadly Dust – Todesstaub

Es war der aus Sachsen stammende Tropenarzt und Epidemiologe Dr. Horst- Siegwart Günther, der 1991 nach dem Golfkrieg im Irak, zum ersten Mal auf die höchst gefährlichen Nachwirkungen von so genannter Uranmunition (aus abgereichertem Uran, engl.: Depleted Uranium) hingewiesen hat, die damals im Krieg tonnenweise verschossen wurde.

Raketen, die mit einem abgereicherten Urankern bestückt sind, verseuchen die Regionen, in denen sie einschlagen, und die Menschen, die sich auch noch Jahre danach dort aufhalten, nachhaltig und mit katastrophalen Folgen. Eingesetzt wird diese Waffe aus zweierlei Gründen: Zum einen ist sie billig zu haben, da abgereichertes Uran ein unerwünschtes Abfallprodukt der Atomenergie ist, das ansonsten aufgrund seiner hochtoxischen Konsistenz aufwändig entsorgt und bewacht werden muss; zum anderen ist das schwere Metall hervorragend dazu geeignet, massive Panzer wie Butter zu durchdringen und von innen heraus explodieren zu lassen. Dabei verbrennt das Material zu winzigsten Nano Partikelchen, die mit Leichtigkeit eingeatmet werden können und sich in Lunge, Sperma, Eizellen und Gehirn festsetzen. Die entsprechenden Isotope haben eine Halbwertszeit von 4,5 Milliarden Jahren. Die Radioaktivität, die sich bei den kürzesten Kontakten mit dem verseuchten Staub im Körper anreichert, verändert zudem die Gene der Menschen, was nicht nur zu Missbildungen bei deren Nachkommen führt, sondern von Generation zu Generation weitergegeben wird.

Diese radioaktive und chemisch hoch toxische Munition bewirkt einen Zusammenbruch des Immunsystems, verursacht bösartige Hauttumore und andere Krebsarten. Soldaten sind deswegen mittlerweile an aggressiven Krebsarten oder Leukämie gestorben. Betroffen ist auch die durch das jahrelange Embargo geschädigte Zivilbevölkerung.

Eingeatmet verursacht dieser radioaktive Feinststaub Krebs. Mit dem Wind wird dieser Todesstaub um die ganze Welt getragen. Munition, die auch in Bosnien, im Kosovo und Irakkrieg 2003 wieder zum Einsatz kam und so inzwischen Hunderttausende schädigte. Nato und Pentagon leugnen bis heute diese Zusammenhänge, obwohl Wissenschaftler inzwischen nachgewiesen haben, dass sogar Spuren von Plutonium in  vielen Urangeschossen zu finden sind – und Plutonium ist der giftigste Stoff der Welt.

Der Film begleitet Professor Günther noch einmal in den heutigen Irak und den Kosovo. Er dokumentiert so den gefährlichen und außergewöhnlich mutigen Einsatz des 80-jährigen rastlosen Arztes und das kaum bekannte Kriegsverbrechen, das die ganze Menschheit bedroht.. Frieder F. Wagners erschütternde und akribisch recherchierte Dokumentation hat deswegen keinen Verleih gefunden und wird nur in ausgewählten Sonderveranstaltungen vorgeführt.

D 2006. Regie, Kamera und Buch: Frieder F. Wagner. Produktion: Ochoa-Wagner
Film, Prignitz-Film. Mit: Prof. Dr. Siegwart-Horst Günther, Prof. Dr. Asaf
Durakovic, Dr. Axel Gerdes, Dr. Paul Roth, Dr. Radomir Kovacevic, Dr. Jenan
Hassan, Kenny Duncan.

Veranstalter – Attac Regionalgruppe Schorndorf
Veranstaltungsort: CLUB MANUFAKTUR Saal

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Details

Datum:
14.10.2009
Zeit:
20:00
Veranstaltungskategorie:

Veranstaltungsort

Manufaktur, Saal
Hammerschlag 8
Schorndorf, 73614 Deutschland