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Zum Geleit


Liebe Freundinnen und Freunde der Manufaktur,

haben wir eigentlich schon mal geschrieben, dass wir dieses Jahr unser 50-jähriges Jubiläum haben? Ja, haben wir?

Es geht Euch so langsam auf die Nerven mit unserem Jubiläum, unserem (sagten wir das schon mal?) 50.? EGAL! Wir fangen hier gerade erst an mit dem Feiern... We’re on a roll... Im April kommt Jeffrey Lewis, einer unserer charmantesten Anti-Folk-Freunde, um sein Auftrags-Multimedia-Kunstwerk (Song + Zeichnungen!) zum Manufakturjubiläum zu präsentieren (ohne Scheiß!) – UND es kommen, eher zusammenhanglos, Die Nerven, harr...

Und sonst? Am 2. Mai stellt Christoph Wagner sein Buch zur Geschichte der Manufaktur vor – mit erstaunlichem historischem Quellenmaterial, spektakulären Konzertfotos, lustigen und erhellenden Interviews, einem umwerfend gestalteten Cover, mit nicht so vielen stillos in den Text gestreuten Adjektiven, dafür aber mit allerlei schlauen kleinen und großen, gut geschriebenen Texten und so weiter und so fort.

Besonders gut hat uns in diesem Buch der wiederabgedruckte Flyer (aus unserem Archiv) gefallen, mit dem die Vertreterinnen und Vertreter der Manufaktur im Jahre 1970 gegen die Rolling Stones protestierten (!) – wegen der Altamont-Geschichte mit dem Mord an Meredith Hunter – und weil die schon damals so hohe Ticketpreise hatten und Millionen scheffelten! Das fanden wir von der Manufaktur einen Verrat an der guten Sache der Rockmusik. Protestflugblätter gegen teure und moralisch besudelte Bands – kommt Euch seltsam vor? Hier mal der Original- Ton: „Wenn die Stones auf die Bühne kommen, laßt sie nicht spielen: schreit zusammen: ALTAMONT! Schreit zusammen MEREDITH HUNTER, laßt die Stones erst spielen, wenn sie eine Erklärung abgegeben haben, eine umfassende! Laßt Euch nicht als nutzbringendes Geldvieh und popige Speichellecker behandeln!“ Wobei: So allein war die Manufaktur damals nicht mit solchen Aktionen: Eine kleine Gruppe von selbsternannten deutschen Yippies protestierte in diesen Jahren in Berlin zum Beispiel gegen James Brown – weil der bei der Amtseinführung von Richard Nixon gespielt hatte! Legt Euch bloß nicht mit der Weltanschauung, der moralischen Eindeutigkeit oder dem Geldbeutel von deutschen Langhaarigen an, ihr Funk- und Rockstars dieser Welt!

Wir schweigen, was die Entwicklung der Ticketpreise von großen Stars seitdem angeht. Oder nein, wir schweigen lieber doch nicht, sondern sagen zwei Sachen.

Erstens: Unser Jubiläumsfestival am 28. Juli kostet Euch keinen Eintritt! Und außer den Rolling Stones kommen auch fast alle wichtigen Bands.

Zweitens, aus gegebenem Anlass: direkt im Manufaktur-Büro gekaufte Karten kosten keine Vorverkaufsgebühr. Direkt vom Büro via Post versandte Karten kosten lediglich eine Bearbeitungsgebühr von zwei Euro. Mehr wollen wir hier gar nicht sagen.

Und wenn Ihr genug vom Jubiläumstrara habt, empfehlen wir die politischen Veranstaltungen im April – Winfried Wolf über den Stand von Stuttgart 21 und Matthias Becker über die Rationalisierungsstrategien unter dem Schlagwort „Industrie 4.0“

Eure

Manufaktur