Warm Graves (D)

Freitag, 6. März 2015, ab 20.30 Uhr


Juni  2019
MDMDFSS
272829303112
3456789
10111213141516
17181920212223
24252627282930
Juli  2019
MDMDFSS
1234567
891011121314
15161718192021
22232425262728
2930311234
August  2019
MDMDFSS
2930311234
567891011
12131415161718
19202122232425
2627282930311
September  2019
MDMDFSS
2627282930311
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829
30123456
Oktober  2019
MDMDFSS
30123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
28293031123
November  2019
MDMDFSS
28293031123
45678910
11121314151617
18192021222324
2526272829301
Es erfordert eine gewisse Zeit, bis man sich an den ozeanischen Sound der aus Leipzig stammenden Band gewöhnt hat. Doch dann wird klar, man muss sich einfach hineinstürzen. Denn mit „Ships Will Come” haben Warm Graves ein  Konzeptalbum geschaffen, das mit seiner ständigen Wiederaufnahme bereits bekannter Motive die Hörer mit genauso dichtem wie warmem Nebel umhüllt. Es ist vor allem eine andere Zeitwahrnehmung erforderlich, um die Musik gewinnbringend zu hören. Nach Aussage der Band ist ihr Erstlingswerk von dystopischer Science-Fiction-Literatur inspiriert. Womöglich ist es dieser entrückte Ablauf von Zeit, wie er in solcher Literatur anzutreffen ist, der die Band zu ihrem entschleunigten Sound bewegt hat. So erwartet man auf allen sieben Songs des Albums irgendwann den großen Höhepunkt, der jedoch nie wirklich einsetzt. Und das ist es, was die Songs so interessant macht. Eine Musik ohne Anfang und Ende, ohne Happy End aber auch ohne tragische Klimax. „Ships Will Come”, das ist Shoegaze für Romantiker, Postrock für Puristen und Kirchenmusik für Atheisten.

Präsentiert von Spex