THEODOR SHITSTORM (D)

Samstag, 2. Februar 2019, ab 20.30 Uhr


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Theodor Shitstorm wurde im Juli 2017 in Bosnien und Serbien geboren. Theodors Eltern sind die Singer-Songwriterin Desiree Klaeukens und der Filmemacher Dietrich Brüggemann. Sie kennen sich seit einigen Jahren, er hat in ihr bereits eine Schauspielerin entdeckt, jetzt entdeckt sie in ihm den Musiker, und schon küsst die Muse die Muse. Also laden sie einen Laptop, eine Gitarre, ein Mikrofon und viele Kabel in einen steinalten Porsche und fahren in Richtung Balkan, wo die Sonne scheint und man bei Freunden übernachten kann. Doch schon am ersten Tag findet die Reise ein jähes Ende: Getriebeschaden in der Slowakei. Für einen Moment droht das ganze Unternehmen zu scheitern. Doch dann findet sich in Wien ein Autovermieter, der keine Fragen stellt, und die Reise geht in einem steinalten Golf weiter. Auf staubigen Straßen und in einer heißen Wohnung in Belgrad entstehen in den folgenden zwei Wochen Hymnen auf den Rock'n'Roll und den erweiterten Kunstbegriff, Klagelieder über die alte Tante BRD, absurde Schuldzuweisungen, Balladen für die Autobahn und zweistimmige Ratgeber für alle Lebenslagen. Überhaupt: Der Mensch ist viel lieber zu zweit als allein, und deswegen gibt es nichts Schöneres als Duette. Aber wo sind sie hierzulande?Deutschland, wo sind deine Duos? Was gibt es jenseits von Cindy & Bert, Siegfried & Roy, Modern & Talking? Wieso ist der ernste deutsche Musiker so oft ein männliches Individuum mit Universitätsabschluss? Und immer so allein? Warum sind Jungsbands immer nur Jungsbands? Und Frauenbands erst recht? Was kann es schöneres geben als zwei unterschiedliche Stimmen, die sich gegenseitig die Bälle zuwerfen, die Klinke in die Hand geben und sich ins Wort fallen? Der Raum, den Theodor hier betritt, ist riesengroß und gähnend leer. Zeit, ihn mit Musik zu füllen. Stilistisch steht Theodor in einem Gemisch aus Gitarre und Elektronik und verneigt sich von dort aus in vier Himmelsrichtungen: Hamburger Schule, Berliner Indie,  eigenwilliger Hiphop, österreichisches Sauflied.

„Frau Klaeukens hat eine Stimme, die mich stets wieder zu Tränen rührt“, sagt Herr Brüggemann.

„Herr Brüggemann erfindet Harmonien, die man wenigstens nicht schon tausendmal gehört hat“, sagt Frau Klaeukens.

So einfach funktioniert Eigenlob als Duo.

Als die Reise nach zwei Wochen wieder nach Hause geht, ist der kleine Theodor schon fast einen Meter groß, kann einfache Sätze sprechen und will seinen eigenen Kindersitz. Mittlerweile, im Frühjahr 2018, ist er volljährig, hat mit Golo Schultz (Bass) und Florian Holoubek (Schlagzeug) zwei weitere Familienmitglieder und wird im Sommer zuhause ausziehen, um der Welt ein Album und dem Publikum sich selbst zu Füßen werfen. Der Rest ist Geschichte, und die muss noch geschrieben werden.

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