The Astronomical Unit (D/AUS) - Jazz

Donnerstag, 29. April 2010, ab 20.30 Uhr


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The Astronomical Unit formierte sich Ende 2007, nachdem Clayton Thomas von Australien nach Berlin gezogen war. Matthias Müller und Christian Marien blickten zu diesem Zeitpunkt schon auf eine langjährige Zusammenarbeit als Duo zurück. Ausgehend von der im Duo erarbeiteten Dichte und Clayton Thomas’ charakteristischer Spielweise erarbeitete sich das Trio schnell eine eigenständige zeitgenössische Herangehensweise an improvisierte Musik: „The Astronomical Unit“ spielen Musik, die beinahe klingt als wäre sie komponiert. Ihren freien Spielfluss lenken sie in Bahnen von formaler und struktureller Klarheit. Man hört ihnen ihr Bewusstsein für amerikanische Freejazz- und europäische Improvisations-Traditionen an, doch versuchen The Astronomical Unit sich unentwegt neu zu erfinden und gefundene musikalische Übereinkünfte zu hinterfragen. Die Debut CD „Relativity“ ist im Februar auf dem Berliner Label Jazzwerkstatt erscheinen.

Matthias Müller, Jahrgang 1971, zog im Jahr 2004 nach Berlin und spielte mit einigen herausragenden Improvisatoren wie Peter Evans, Frank Gratkowski, Johannes Bauer, Matthias Schubert, Michael Zerang, Gebhard Ullmann, Jack Wright, Olaf Rupp, Christian Weber und Rudi Mahall sowie Albert Mangelsdorff. Seine CD „Bhavan“, die 2004 auf dem Label Jazzhausmusik erschien, wurde vom  Chicagoer Musiker, Produzenten, Festivalmacher und Journalisten John Corbett produziert. Obwohl sein musikalischer Schwerpunkt auf der improvisierten Musik liegt, arbeitet er regelmäßig im Bereich der Neuen Musik und an Theatern. Konzertreisen führten ihn nach Afrika, Asien, Nord- und Südamerika sowie in diverse europäische Staaten.

Clayton Thomas, geboren 1976 in Tasmanien (Australien), begann 24jährig als Autodidakt in Sydney. Von Anfang an auf improvisierte Musik fixiert, nahm er Unterricht bei Wilber Morris, Henry Grimes und Peter Kowald. Durch den Einsatz erweiterter Spieltechniken und seiner großen physischen Präsenz erreicht seine Musik unerwartete Dimensionen. Er spielt mit Musikern aller Generationen z.B. Alex v. Schlippenbach, Peter Brötzmann, Sonny Simmons, Marilyn Crispell, Jon Rose, Jim Denley, Newton Armstrong, Sabir Mateen, Daniel Carter, Mike Pride, Mary Halvorson, Makigami Koichi u.a. In Australien wurde er schnell zu einer der zentralen Persönlichkeiten der improvisierten Musik. Er ist Mitbegründer des nownow Festivals und der Konzertreihe "if you like improvised music, we like you". Clayton Thomas leitete das 30köpfige The Splinter Orchestra. Seit Mai 2007 lebt er in Berlin.

Christian Marien, geboren 1975, lebt seit 2000 in Berlin, studierte Schlagzeug in Amsterdam und Berlin. Als Mitglied zahlreicher Ensembles wie z.B. Superimpose, Momentum, Computerband, Stereolisa und Olaf Ton spielt er zahlreiche Konzerte in Europa und den USA und veröffentlicht CDs auf Labels wie leorecords oder Jazzwerkstatt. Aktuell liegt sein Augenmerk auf der Weiterentwicklung seines Solospiels („sieben mal solo“, erschienen bei schraum 2007) und einer intensiven Zusammenarbeit mit den Performance-Künstlern Ritsche&Zast, an der Schnittstelle von Musik und urbaner Kalligraphie. Sein Schlagzeugspiel im Sinne einer (interdisziplinären) künstlerischen Ausdrucksweise begreifend, arbeitet er nicht nur mit Musikern wie Christian Weber, Michael Zerang, Johannes Bauer zusammen, sondern auch mit Künstlern wie dem Maler und bildenden Künstler Thomas Bratzke oder Tänzern wie Hans-Werner Klohe und Kadir „Amigo“ Memis.