Sahra Wagenknecht liest aus Freiheit statt Kapitalismus

Mittwoch, 29. Februar 2012, ab 20.00 Uhr


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Schon lange sind nicht mehr Wettbewerb oder gar Leistung die zentralen Merkmale und Perspektiven unserer Wirtschaft, sagt Sahra Wagenknecht. Der Kapitalismus hat die Wesensmerkmale verloren, die er sich selbst als zentral auf seine Fahnen schreibt: höhere Produktivität und Kreativität. Zuviel vom kreativen Potential dieser Gesellschaft ist in den letzten Jahrzehnten nicht in die Realwirtschaft, sondern in die Spekulation geflossen.

„ Der Kapitalismus ist unter diesen Bedingungen keine Wirtschaftsordnung mehr, die Produktivität, Kreativität, Innovation und technologischen Fortschritt befördert. Heute verlangsamt er Innovation, behindert Investitionen und blockiert den ökologisch dringend notwendigen Wandel. Er verschleudert wirtschaftliche Ressourcen und lenkt menschliche Kreativität und Erfindungsgabe auf die unsinnigsten Betätigungen im Finanzbereich, die gleichwohl am höchsten bezahlt werden.“

Die Wirtschaft muss wieder produktiv und innovativ werden. Mit ihrem Buch Freiheit statt Kapitalismus richtet sich Sahra Wagenknecht an alle, die den Gründungsgedanken der Bundesrepublik und das, was Sahra Wagenknecht »das Versprechen Ludwig Erhards« nennt, noch nicht aufgegeben haben: Aufstiegsmöglichkeiten und Wohlstand für alle! Und sie entwirft Umrisse dessen, was sie dem unproduktiven Kapitalismus entgegenstellen will: einen kreativen Sozialismus!

„ Es wird Zeit, einen positiven Gegenentwurf zu schreiben, zumindest diesen Entwurf zu beginnen.“

Dieser kreative Sozialismus kann und wird Ludwig Erhards Versprechen erfüllen und gilt als Voraussetzung für Wettbewerb und eine echte Leistungsgesellschaft. Er hält Unternehmertum hoch, löst sich von Zentralismus und Planwirtschaft und sichert als Verbündeter der kleinen und größeren mittelständischen Unternehmen diesen eine großzügige Kreditversorgung durch ein verstaatlichtes Bankenwesen. Immer mit dem Ziel produktive Konkurrenz und kreative Unternehmensideen zu fördern sowie die gesamtwirtschaftliche Produktvität und den gesamtwirtschaftlichen Reichtum zu erhöhen.

Sahra Wagenknecht erweist sich einmal mehr als brillante Analytikerin und zeigt: Nicht länger dürfen Denkbarrieren den Dialog zwischen Linken und konservativ-liberalen Positionen verhindern.