RYLEY WALKER & Band (USA)

Mittwoch, 9. September 2015, ab 20.30 Uhr


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Mitunter hilft ein Blick in die Pop-Geschichte, wenn es darum geht, eines Künstlers Profil nachdrücklich zu schärfen. Aktuelles Beispiel: Ryley Walker aus Rockford, Illinois, der in jungen Jahren Punkrock spielte, bevor er 2007 nach Chicago zog, um eine ausgeprägte Anglophilie zu entwickeln. Walker schwärmte für britischen Folk wie ihn Bert Jansch (Pentangle), John Martyn oder Nick Drake spielten und veröffentlichte das etwas sehr epigonale Album „All Kinds Of You“. Für das aktuelle Album „Primrose Green“ erinnerte er sich dann an Van Morrison und Tim Buckley und suchte Anschluss an die bekannt undogmatische Jazz-Szene Chicagos, wo Musiker wie Ken Vandermark und Bands wie Tortoise beheimatet sind. Das Resultat dieser Kontakte kann sich hören lassen! Schon das Cover von „Primrose Green“ mit seinen Mehrfachbelichtungen erinnert an die jazzig-psychedelischen Singer/Songwriter-Perlen der frühen 1970er Jahre. Die Rhythmusgruppe ist mit Frank Rosaly, Fred Lonberg-Holm, Anton Hatwich und dem Vibraphonisten Jason Adasiewics (leider alle nicht in der Tour-Band) prominent und ausgesprochen jazznah besetzt, während Ryley Walker sich als Sänger deutlich an Tim Buckley, als Fingerpicking-Gitarrist an John Fahey orientiert und auf der Coverrückseite gar wie der junge Tony Joe White aussieht. Großartige Musik für Freunde entdeckungsfreudiger Gegenwärtigkeit und ambitionierter Nostalgie!

Album des Monats März 2015 - UNCUT Magazine

„Wie seine großen Vorbilder Davy Graham, Bert Jansch oder John Martyn lotet Ryley Walker die Schnittstelle zwischen Folk und Jazz aus. Sein Fingerpicking ist atemberaubend und sein Gesang ruft Erinnerungen an Nick Drake oder Tim Buckley wach. Das Songwriting des 24 Jährigen ist superb, das Album zeitlos." Süddeutsche Zeitung

„Ryley Walker hat mit seinem Album „Primerose Green“ ein Werk abgeliefert, das kaum einer dem eher zurückhaltenden jungen Mann zugetraut hätte. Aber jetzt wo es da ist, traut man dem jungen Songwriter fast alles zu." DIE ZEIT