Pontiak (US

Donnerstag, 24. April 2014, ab 20.30 Uhr


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Die drei Brüder aus Virginia beehren uns mit ihrer neuesten Platte namens Innocence (Thrill Jockey Records), spielen schönen Neo-Psychedelic-Rock nah an der Grenze zum Stoner-Rock. Viel Testosteron also. Der Umstand, dass die drei gemeinsam auf einer Farm leben und ein eigenes Tonstudio betreiben, erklärt den Facettenreichtum und die Verspieltheit ihres wuchtigen Sounds. Eine Mixtur aus fuzzigen Stoner-Rock-Riffs, harmonischen Singer/Songwriter Stücken, hervorstechendem, explosiv nach vorne getriebenem Postrock und ab und an ruhigen Teilen verschmelzen zu einem Monument der Vielseitigkeit. Allerdings weiß man bei Pontiak nie so genau. Die Band macht eigentlich kein großes Geheimnis um sich oder ihre Musik, aber jedes der sieben Alben, die sie in den vergangenen neun Jahren veröffentlicht haben, ist irgendwie mysteriös. Das liegt zum größten Teil daran, dass Pontiak musikalisch nie so ganz zu fassen sind. Trotz aller Fuzz-Eruptionen bleibt das Trio immer auf Abstand zum Bratgitarrenlärm der Labelkollegen White Hills, zu Stoner-Einerlei und auch zu allem, was in Sachen Indie gerade angesagt ist.

Beeindruckend ist, wie Pontiak oft unter drei Minuten eine Komplexität auf- und wieder abbauen, für die andere Bands doppelt so viel Zeit brauchen. Knappheit und Schnörkellosigkeit gehören zu den großen Stärken der Band. Und mit immer mehr Leichtigkeit wechselt das Trio zwischen vorsichtigem Folk und sich überschlagenden Noise-Attacken. Rolling Stone