Otto Köhler
Geschichtssomnambulismus
Wie der 1. Weltkrieg weder durch Zufall entstand noch von allein ausbrach.

Mittwoch, 23. Juli 2014, ab 19.30 Uhr


Juli  2020
MDMDFSS
293012345
6789101112
13141516171819
20212223242526
272829303112
August  2020
MDMDFSS
272829303112
3456789
10111213141516
17181920212223
24252627282930
31123456
September  2020
MDMDFSS
31123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
2829301234
Oktober  2020
MDMDFSS
2829301234
567891011
12131415161718
19202122232425
2627282930311
November  2020
MDMDFSS
2627282930311
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829
30123456
Dezember  2020
MDMDFSS
30123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
28293031123
Gerade mahnt Präsident  J. Gauck an, dass Deutschland mehr Verantwortung übernehmen  soll in der Welt, sich also an mehr Kriegen beteiligen. Da kommt es gerade recht, dass zwei Bücher die Deutschen schon mal von Schuld am vorletzten großen Krieg freisprechen. Christopher Clark („Schlafwandler“) und Herfried Münkler („Der große Krieg“) sehen diplomatisches Versagen, Missverständnisse oder die Macht des Zufalls als Verantwortliche für die erste große Katastrophe des 20. Jahrhunderts. Europäischer Imperialismus, industrielle Revolution, Kampf um Territorien und Absatzmärkte oder soziale Auseinandersetzungen spielen in ihren Weltkriegsstories  keine Rolle. Dem setzt Otto Köhler eine kritische Gesellschafts- und Sozialgeschichte des 1. Weltkriegs entgegen.

Otto Köhler ist Historiker und Wirtschaftswissenschaftler. Er war von 1966 bis 1972 Medienkolumnist des "Spiegel“. Dort wurde er wegen „Unternehmerfeindlichkeit“ entlassen. Seitdem schrieb und schreibt u.a. für "Pardon", "Zeit", "Stern", „Konkret“ und „Junge Welt", ist Mitherausgeber der Zeitschrift "Ossietzky" und arbeitet für den WDR. Unter anderem hat er eine kritische Geschichte der IG Farben herausgebracht, eine Untersuchung über die Treuhand und  eine Augstein-Biographie.

Eintritt frei