Okkyung Lee - Evan Parker - Peter Evans Trio (Korea, GB, USA) - Jazz

Freitag, 25. November 2011, ab 20.30 Uhr


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Die Improvisations-Szene ist ein riesiges Netzwerk: Jeder scheint jeden zu kennen, jeder stand schon mal mit jedem anderen auf der Bühne; die Formationen, in denen Musiker spielen, sind beinahe unüberschaubar. Der junge Trompeter Peter Evans hat in den letzten Jahren in etlichen Ensembles der freien Musik und auch als Solist bewiesen, wie suggestiv, raumfüllend und eloquent sein Spiel ist, wie er zwischen Post-Bop und Avantgarde eindrucksvoll seinen eigenen Weg sucht und einen eigenen Ton findet. Evans war in der Manufaktur bereits mit Mostly Other People Do The Killing zu erleben. „Peter Evans klingt wie Dizzy on acid“, diagnostizierte der deutsche Saxophonist Frank Gratkowski nach einem Konzert des Peter Evans Quartets beim „Kaleidophon ’09“ in Ulrichsberg. Und damit trifft er den Nagel auf den Kopf. Da schwingen zweifellos Motive aus dem funkensprühenden Bebop von Dizzy Gillespie im Spiel von Peter Evans mit.

Die Cellistin Okkyung Lee bezeichnet sich selbst als „professional noise maker“ und veröffentlichte CDs mit Titeln wie „I saw the ghost of an unknown soul and it said ...“ oder „Check for monsters“. 2010 arbeitet sie unter anderem als Artist in Residence in Krems.

Evan Parker, geboren am 5. April 1944 in Bristol, studierte zunächst Botanik in Birmingham. Fasziniert von den damals neuen Ausdrucksmöglichkeiten des Jazz, brach er das Studium ab und schloss sich 1967 in London dem Spontaneous Music Ensemble um den Schlagzeuger John Stevens an. Gemeinsam mit Musikern wie John Stevens, Kenny Wheeler, Paul Rutherford, Trevor Watts und Derek Bailey zählt er zur „ersten Generation des britischen Free Jazz“. Die Musik Evan Parkers lässt sich letztlich nur dem beschreiben, der sie schon einmal gehört hat. Die Aufzeichnung – die klangliche ebenso wie die verbale oder graphische – vermag das Phänomen zu verdeutlichen, einholen kann sie es nicht. Evan Parker bekennt sich zur musikalischen Improvisation. Was er spielt, entsteht im Prozess des Musizierens, folgt keiner zuvor fixierten Vorstellung und lässt sich auch nachträglich nicht so notieren, dass es für ihn oder andere reproduzierbar wäre.