Moriarty (F/USA)

Samstag, 24. Oktober 2009, ab 21.00Uhr


Dezember  2019
MDMDFSS
2526272829301
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829
303112345
Januar  2020
MDMDFSS
303112345
6789101112
13141516171819
20212223242526
272829303112
Februar  2020
MDMDFSS
272829303112
3456789
10111213141516
17181920212223
2425262728291
März  2020
MDMDFSS
2425262728291
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829
303112345
April  2020
MDMDFSS
303112345
6789101112
13141516171819
20212223242526
27282930123
Mai  2020
MDMDFSS
27282930123
45678910
11121314151617
18192021222324
25262728293031

Moriarty - wie der Professor, der von Sherlock Homes wegen seiner Verbrechen gejagt wurde? Nein, Moriarty wie Dean Moriarty, der abenteuerlustige und lebenshungrige Protagonist aus Jack Kerouacs literarischem Beat-Manifest "Unterwegs". Die Frage nach der Herkunft des Bandnamens ist seit einem Interview gegenüber Concertandco.com im Mai 2008 geklärt. Und die Herkunft der vier Männer und einer Frau? Geboren sind die Mitglieder alle in Frankreich, die Eltern stammen jedoch aus Amerika und Vietnam.

Eine bunte Mischung also, die sich auch in der Vielfältigkeit ihrer musikalischen Einflüsse widerspiegelt. Der Erstling "Gee whiz but this is a lonesome town" erschien in Frankreich bereits im Jahre 2007 und heimste dort trotz englischem Gesang und eigenwilligem Sound eine goldene Schallplatte ein. Das Album kletterte bis auf Platz 30 der französischen Hitparade und wurde von den Kritikern allerorts gelobt. 2008 waren Moriarty für den französischen Musikpreis Prix Constantin nominiert. In Deutschland im Oktober 2008 über Naive Records (Indigo) veröffentlicht, blieb das Album jedoch bis dato verhältnismäßig unbemerkt. Eine musikalische Richtung ist schwer auszumachen.

Auf ihrer Myspace-Seite erklären Moriarty augenzwinkernd, ihr Sound klänge unter anderem wie ein Samtsofa, die russischen Taiga und ein schwerer Zug, der über das Land fährt. Hat man sich das Album erst einmal angehört, erscheint einem diese Beschreibung sogar gar nicht unplausibel. Fest steht, neben Schlagzeug und Gitarre haben es auch Banjo und Mundharmonika, sowie ein Kontrabass auf das Album geschafft. Zusammen mit der glockenhellen Stimme der Sängerin Rosemary Standley ergibt dies zwölf mal traurig-melancholische, mal beschwingt-folkige Songs. Wie wenig sich Moriarty musikalisch festlegen lassen wollen, macht Standley ebenfalls im obengenannten Interview deutlich. Sie erklärt, dass es in der Musik zwar deutliche Country- und Folk-Einschläge gebe, dass die musikalische Spannbreite der Band jedoch weit darüber hinausgehe. Wichtige Einflüsse kämen auch aus dem Rock der 70er und dem New Wave der 80er Jahre.

Wie zum Beweis für diese Aussage lässt sich derzeit auf der Myspace-Seite von Moriarty (www.myspace.com/moriartylands) ein Cover des 90er Jahre- Erfolgshits "Enjoy the Silence" der britischen Band Depeche Mode finden. "We most enjoy technocracy" heißt es dort ebenfalls. Vielleicht ein Hinweis darauf, wie bei all der Vielfalt am Ende doch ein in sich schlüssiges Album herausgekommen ist.

www.myspace.com/moriartylands
www.lastfm.de/music/Moriarty