MONO (J)

Dienstag, 12. Mai 2015, 20.30 Uhr


April  2020
MDMDFSS
303112345
6789101112
13141516171819
20212223242526
27282930123
Mai  2020
MDMDFSS
27282930123
45678910
11121314151617
18192021222324
25262728293031
Juni  2020
MDMDFSS
1234567
891011121314
15161718192021
22232425262728
293012345
Juli  2020
MDMDFSS
293012345
6789101112
13141516171819
20212223242526
272829303112
August  2020
MDMDFSS
272829303112
3456789
10111213141516
17181920212223
24252627282930
31123456
September  2020
MDMDFSS
31123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
2829301234
Support - Helen Money (USA)

Wenn es darum geht, musikalisch aufzubauen, zu steigern und dann irgendwann den Sturm zu ernten, kommt wohl niemand an den Japanern Mono vorbei. Die letzten fünfzehn Jahre verließ sich das Quartett auf die Unterstützung ganzer Orchester, auf den neuen Alben „The Last Dawn" und „Rays Of Darkness", die gleichzeitig veröffentlicht wurden, ist es wieder hauptsächlich die Band selbst. Das führt dazu, dass Mono wesentlich konzentrierter zu Werke gehen. Die Band versteht die Doppelveröffentlichung als Ying und Yang der eigenen Musik, auf der einen Seite die melodische und schwermütige Variante, auf der anderen die deutlich lautere. Doch so sehr unterscheiden sich beide Alben gar nicht voneinander. Songs wie „Kanata" zentrieren sich um eine verlorene Klaviermelodie, bis das Stück scheinbar halbfertig verebbt. Bei „Surrender" schält sich nach knapp sechs Minuten eine melancholische Trompete aus dem Lärmgewitter. Das Schema ist großartig. Der Klang wird voller und voller, bis er ausbricht und sich dann verliert, irgendwo zwischen verregnetem Frühlingstag und den unendlichen Weiten des Weltraums. Im sogenannten Postrock-Umfeld, zu denen die Japaner zählen, ist das die Messlatte. Mit wenig Mitteln viel Stimmung schaffen. Das gelingt ohne Zweifel. Mono, das ist die ganz große Dramatik. So perfekt können das eigentlich nur noch die Genre-Kollegen Mogwai. Gesang gibt es zwischen diesen flirrenden Gitarren, schwebenden Klaviermelodien nicht, nur einmal bricht in „The Hand That Holds The Truth" das heisere Gebrüll des japanischen Kollegens Tetsu Fukugawa von Envy hindurch, doch es stört kaum das Gesamtbild. Davor und danach gibt es einfach nur viel Wohlklang, Melancholie und Epik.

Präsentiert von lift.