Menschen

Freitag, 27. September 2019, ab 19.45 Uhr


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D 2015, von Grégory Darcy, 75 Min., OV mit dt. Untertiteln

Dokumentar- und Kunstfilm mit Flüchtlingen in Baden-Württemberg
„Menschen“ das ist ein Filmprojekt von Grégory Darcy, französischer Filmemacher, das sich zwischen den Genres Dokumentar- und Kunstfilm bewegt und mit dem Thema Asyl. Flüchtlinge sind seine Interviewpartner und stehen außerdem als Schauspieler und Künstler vor der Kamera. „Manchmal haben wir das Gefühl, wir sind keine Menschen mehr“, sagt einer. Dies zu ändern, dafür tritt der Film ein. Die Musik zum Film schrieb die ECHO-Jazz Preisträgerin Johanna Borchert. Das Projekt wurde aus 3000 Bewerbungen für das Kasseler Dokfest 2015 ausgewählt.

In etwas mehr als der Hälfte des 75-minütigen Films führt Grégory Darcy ausführliche und einfühlsame Interviews mit insgesamt 10 Flüchtlingen aus Baden-Württemberg. Manche der Menschen aus Kamerun, Algerien, Gambia, Pakistan, Iran oder Syrien brachten den Mut auf und beantworteten sehr persönlichen Fragen vor der Kamera. Wie finden sie sich in Deutschland zurecht? Wie fühlen sie sich unter uns? Was hat sie auf die Reise gebracht und was haben sie dabei erlebt? Besonders wichtig, was sind ihre Träume und Wünsche an die Gesellschaft, in der sie nun leben? Sie berichten spannend, sehr berührend und manchmal mit Humor über ihr früheres Leben in den Heimatländern und ihr neues Leben in Deutschland. Dies war jedoch nur durch behutsame, lange Vorgespräche und das dadurch entstandene Vertrauen möglich.
Ein anderer Teil des Films ist der Kreativität gewidmet. Manche Flüchtlinge wagten ein Experiment und traten als Künstler vor die Kamera. Z.B. lasen sie eigene Gedichte, spielten Theater, zeigten sich als Ballkünstler oder stellten beinahe tänzerisch ihre Berufe in der Heimat dar. Dies filmte der Regisseur entweder in einer Bühnensituation oder draußen im Alltag.

„Mir war es wichtig, ein Projekt mit Flüchtlingen zu machen und nicht nur über sie. Außerdem ist es fast unmöglich, seine Kreativität zwischen Asylheim und Bürokratie zu zeigen. Und eben das wollte
ich, “ so der Regisseur Grégory Darcy auf die Frage, was den Film so besonders macht. Die Kombination von Interviews und künstlerischen Darstellungsformen macht dieses Projekt so einzigartig. Denn Worte reichen irgendwann nicht mehr aus. In der Kreativität zeigen sich die überraschenden Persönlichkeiten der Protagonisten, die oft als Asylbewerber über einen Kamm geschoren werden – darunter leiden. Potentielle Arbeitgeber, die Mitmenschen ihrer neuen Heimatgemeinden oder die Mitarbeiter in den Ämtern bekommen vielleicht einen anderen Blick auf diese Menschen, wenn sie den Film gesehen haben.

Pressestimmen:
„Ein Film, nicht nur wichtig, sondern notwendig.“ Kasseler Dokfest
„Der Film zeigt: die Flüchtlinge gibt es nicht, sondern Menschen mit verborgenen Potenzialen.“
Süddt. Zeitung
„Die Intensität der Gefühle sprengt das Korsett des Interview-Formats.“ Waiblinger Kreiszeitung
„Perfekte Musik von Echo-Jazz-Preisträgerin Johanna Borchert.“ Esslinger Zeitung