Lucy Fricke

Mittwoch, 9. Februar 2011, ab 20.00 Uhr


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Henning liebt Martha. Wenn sie im Radio von Terroranschlägen und Bankenpleiten berichtet, hat ihn das noch immer beruhigt. Auch an ihre jährlichen Fluchten hat er sich gewöhnt. Aber plötzlich geht es um alles. Zeit, mal wieder mit Jon einen trinken zu gehen. Der fürchtet Betty. So brutal, wie sie schweigen kann, wird er sich niemals prügeln können. Während Jon sich in der Rolle eines deutschen Dichters auf seinen Durchbruch vorbereitet, verliert das Scriptgirl Betty auf einem anderen Filmset die Beherrschung, ihren Job und ihren nicht mehr ganz so jungen Liebhaber. Keinesfalls absichtlich finden sich die vier im selben Fluchtauto wieder, und eine kurze Strecke wird zur großen Fahrt.
Was tun, wenn’s nicht mehr brennt? Wenn Träume, Socken, Ziele und Liebhaber durcheinander geraten, Erschöpfung die Wut ablöst und einem die Entschuldigungen langsam ausgehen? Lucy Fricke zelebriert das Scheitern als Ehrensache – in einem Roman, der weltklug ist und ungeheuer komisch.

Lucy Fricke, 1974 in Hamburg geboren, hat lange als Script/Continuity gearbeitet, bevor sie am Deutschen Literaturinstitut Leipzig studierte. 2005 gewann sie den Berliner «Open Mike», zwei Jahre später erschien ihr erster Roman «Durst ist schlimmer als Heimweh». 2010 veranstaltete sie die «HAM.LIT», das erste Hamburger Festival für junge Literatur und Musik. Lucy Fricke lebt in Berlin.

Pressestimmen:
FAZ:
„Das ist nicht unauthentisch konstruiert, sondern arithmetisch. Das Gute an der Arithmetik aber ist ihre moralische Gutmütigkeit: Wundersamerweise nämlich verschwinden negative Vorzeichen bei der Quadrierung.(...) Ob und wie das alles wieder ins Lot kommt, muss man selbst lesen in diesem gutgelauten Berlin-Roman, dessen Verfilmung mit Moritz Bleibtreu und Konsorten wohl nur eine Frage der Zeit ist“

Stern:
„Ein komisches kleines Buch über Menschen, die selbst beim Scheitern noch scheitern.