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Tilman Tarach - Antisemitismus 2.0

Mittwoch, 21. November 2018, ab 19.30 Uhr

Vortrag und Diskussion
Haben die Juden „aus Auschwitz nichts gelernt“?


„Würde Algerien eine UN-Resolution beantragen, nach der die Erde flach sei und Israel sie plattgedrückt habe, so würde sie mit 164 zu 13 Stimmen bei 26 Enthaltungen angenommen werden.” Dieses treffliche Gedankenspiel des früheren israelischen Außenministers Abba Eban verweist darauf, dass die Triebkräfte von Antisemitismus und Antizionismus ideologischer Natur sind.

Judenfeindliche Übergriffe, Beleidigungen, Drohungen und Attacken haben nach Erkenntnissen der “Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus” von 2016 auf 2017 um 60 % zugenommen, Tendenz steigend. Diese Entwicklung korreliert mit einem dramatischen Anwachsen verbaler antisemitischer Übergriffe in den sozialen Medien. In aller Regel wird dabei das Opfer zum Täter gemacht, indem Juden oder dem Staat Israel die Schuld am grassierenden Antisemitismus zugewiesen wird.

Grundlegenden Elemente des Antisemitismus – die Verachtung des Individuums, Hass auf Künstlichkeit und Emanzipation, Sehnsucht nach Naturwüchsigkeit, Zivilisationsmüdigkeit und Verherrlichung der Arbeit – haben auch heute Konjunktur und führen zu einer wahnhaften Wahrnehmung politischer Realitäten. Obwohl die Welt um Israel herum von barbarischer Gewalt gekennzeichnet ist, etwa in Syrien, dem Irak, im Jemen und im Iran, steht dabei allzu oft ausgerechnet Israel im Fokus der Aufmerksamkeit. Das weitverbreitete Zerrbild des Staates, der vor 70 Jahren als Refugium gegen den mörderischen Antisemitismus geschaffen wurde, hat indessen wenig mit der Wirklichkeit zu tun.

In seinem Vortrag wird Tilman Tarach einige historische, ideologische und psychologische Zusammenhänge herausarbeiten, die dazu zwingen, das gängige negative Israelbild als antisemitische Projektion zu entlarven.

Tilman Tarach (Berlin) hat sein Buche „Der ewige Sündenbock – Israel, Heiliger Krieg und die ‘Protokolle der Weisen von Zion’: Über die Scheinheiligkeit des traditionellen Bildes vom Nahostkonflikt“ 2014 in der Manufaktur vorgestell. (aktualisierte Ausgabe 2016)

Eintritt frei. Um Spenden wird gebeten.

Veranstalter - Forum Politik in der Manufaktur  - DGB OV Schorndorf