JULIA HOLTER (USA)

Montag, 17. Juni 2019, ab 20.30 Uhr


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Der Vater von Julia Holter, auch Musiker, hat bereits mit der amerikanischen Folk-Legende Pete Seeger gespielt, ihre Mutter ist eine angesehene Historikerin, die der Fakultät für Geschichte an einer kalifornischen Uni vorsteht. Julia Holter verknüpft die Leidenschaften ihrer Eltern, indem sie gehaltvolle Kompositionen zwischen Pop, Neo-Klassik und Folk entwirft. Nach einer Tour Ende 2018, die sie u.a. ins Berliner Funkhaus, den großen (ausverkauften) Saal der Hamburger Elbphilharmonie und die Münchner Kammerspiele führte, kommt sie im Sommer mit ihrem Ensemble für zwei exklusive Shows nach Deutschland zurück. „Aviary“ heißt ihr aktuelles Album, das in vielen deutschen und internationalen Jahrescharts auf die oberen Plätze kam. (in Deutschland z.B. #16 beim Rolling Stone, #8 beim Musikexpress…).
„Aviary" ist eine epische Reise durch das, was Julia Holter als „die Kakophonie des Geistes in einer schmelzenden Welt" beschreibt. Das bisher atemberaubendste Album der Komponistin aus Los Angeles ist voll von überraschenden Wendungen und schillernden Instrumentalarrangements. Der Nachfolger ihres von der Kritik gefeierten Albums "Have You in My Wilderness" aus dem Jahr 2015 geht von einer Kurzgeschichte der Schriftstellerin Etel Adnan aus: „Ich befand mich in einer Voliere voller kreischender Vögel". Es ist ein Szenario, das direkt aus einem Horrorfilm klingt, aber es ist auch eine ziemlich gute Metapher für das Leben im Jahr 2018, mit seinem endlosen Ansturm von politischen Skandalen, freakigen Naturkatastrophen und Stimmen, die ihre Wünsche und Ressentiments in die Leere schreien.

Pressezitat:
Avantgarde-Pop zwischen barocker Opulenz und Kakophonie, schwer zu dechiffrieren, doch in seiner Schönheit universell verständlich. Musikexpress