JONAS ALASKA (N)

Donnerstag, 21. April 2016, ab 20.30 Uhr


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Jonas Alaska ist in seiner Heimat Norwegen schon seit Jahren einer der erfolgreichsten Sänger und Songwriter. Bereits 2011 erhielt er den oft als „norwegischen Grammy" bezeichneten Spellemannprisen als bester Newcomer, seine Platten verkauften sich bis heute über 15.000 mal und erreichten damit Gold-Status.

Vielleicht fühlt sich Jungsein genau so an: Ein bisschen übermütig, ein bisschen nachdenklich, ein bisschen traurig. Ein bisschen hingebungsvoll und ein wenig selbstironisch. Und das im Minutentakt. Der junge norwegische Singer-Songwriter Jonas Alaska kommt äußerlich so ungelenk daher wie ein dreiviertel ausgewachsener Windhund, der nicht so recht weiß, in welche Richtung er seine langen Gliedmaßen schlenkern soll. Aber dieser Eindruck täuscht. Mit „Tonight“ legt die Nachwuchskraft aus Oslo bereits ihr drittes Album vor, das mit feiner Zurückhaltung zwischen 60ies-Pop und Americana-Klängen seiltanzt. Den Altmeistern Simon And Garfunkel dabei mitunter fröhlich zuzwinkert. Ein Album, das trotz aller zwischenzeitlichen Melancholie funkelt wie einer dieser ersten Sterne am mittelblauen Abendhimmel. Alaska, dessen großes musikalisches Vorbild übrigens Bob Dylan ist, beherrscht die leisen, die balladigen Töne bestens. Aber hüpft mit Tracks wie der flotten Verlierer-Hymne „I Saw You Kid“ ausgelassen über Großstadtgassen, die verdächtig an die Carnaby Street im Swinging London erinnern. Setzt bei aller Verspieltheit auf ehrliche Gefühle und erzählt Geschichten mit mitunter bösem Ausgang, die uns aber nicht übermäßig deprimieren, sondern eher auf merkwürdige Art wärmen. Und irgendwie wünscht man sich diesen Nerd mit den tellergroßen Augen zum besten Freund, aber subito. Solche souveräne Gelassenheit beim Songwriting hätte man dem blondgelockten Jungspund, der am Liverpool Institute Of Performing Arts studiert hat, gar nicht zugetraut.

Pressestimmen:
„Federleicht, humorvoll. Erinnert an Dylan und die Beatles. Manchmal denkt man an die juchzenden Momente von Conor Oberst.“ Rolling Stone Magazin
„Alaskas Texte sitzen so gut, dass man sie kaum übersetzen mag.“ WDR 5

Präsentiert von ByteFM & Tape.TV