Jan Brandt liest aus Gegen die Welt

Mittwoch, 18. Januar 2012, ab 20.00 Uhr


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Ostfriesland, unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 1983. Dies sind die Abenteuer von Daniel Kuper, Sohn eines herrsch- und spielsüchtigen Drogisten, der zusammen mit seinen Freunden unterwegs ist, um die Welt vor der Invasion feindlicher Mächte zu retten. Dabei dringt er in Bereiche des Bewusstseins vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat: Im Sommer fängt es aus heiterem Himmel an zu schneien; in einem Maisfeld entsteht ein Kornkreis; ein Junge verschwindet und wird vom Zug überfahren; Nebel umhüllt das Dorf, und an den Häuserwänden tauchen über Nacht Hakenkreuze auf. Für all das wird Daniel Kuper verantwortlich gemacht, und je mehr er die Vorwürfe zu entkräften versucht, desto stärker verstrickt er sich in ihnen.
„Gegen die Welt“, der Debütroman von Jan Brandt, erzählt die Geschichte einer Gesellschaft im Übergang: die Wende in Westdeutschland – tiefgründig, witzig und immer wieder mit überraschenden Einfällen. Auf fast 1000 Seiten beschreibt der 1974 in Leer geborene Schriftsteller den Wahnsinn des Erwachsenwerdens und den Untergang eines Dorfes.


Jan Brandt, geboren 1974 in Leer (Ostfriesland), studierte Geschichte und Literaturwissenschaft in Köln, London und Berlin und besuchte die Deutsche Journalistenschule in München. Seine Erzählungen sind in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und im WOCHENENDE der Süddeutschen Zeitung erschienen.


Presse:
"'Gegen die Welt' liest sich wie ein Bastard aus dem Uwe John-
son der 'Jahrestage', der Abgründigkeit von Jerome D. Salinger
und dem Horror von Stephen King. Eine wilde Mixtur aus ver-
stellter autobiographischer Rekonstruktion, Jugendroman,
Coming-of-Age-Geschichte und fiebriger Untergangsfantasie.
Ein wuchtiges, wunderbar anmaßendes und in seiner Detail-
versessenheit und seinem lexikalischen Reichtum triumphales
Buch." Peter Henning, Rolling Stone

"Ein hervorragendes Debüt." David Hugendick, Zeit Online

"Das ehrgeizigste Debüt der neuen Saison." Felicitas von Lovenberg, Frankfurter Allgemeine Zeitung

"900 Seiten Wut (...) Dieser Roman rockt." Wieland Freund, Die Welt