ISOLATION BERLIN (D)

Donnerstag, 18. August 2016, ab 20.30 Uhr


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Isolation Berlin bestechen auf ihrem Debüt „Und aus den Wolken tropft die Zeit” durch ein sehr überlegtes Sound-Design, das nur minimal variiert wird und von seiner Klarheit und Transparenz lebt. Es gibt keine fetten Gitarren, die alles zukleistern, der Bass ist soundmäßig an John Cales 70er-Alben geschult, so konkret und präzise sitzt er in der Mitte – nichts entspricht aktuellen Konventionen davon, wie Pop und Rock klingen und ist darin die denkbar beste Umsetzung des Programmes der Band: der Gleichzeitigkeit von Understatement und Großmäuligkeit, Ekstase und Entspanntheit, Verzweiflung und Witz, Wahn und lebensbejahenden Pop-Hits. Ebenso einmalig ist das Erscheinungsbild der Band: Die vier Musiker haben schöne, zarte Gesichter, wie Engel, wie der junge Marlon Brando in Motorradkluft und Mütze, mal tollen sie herum wie die Beatles im Help!-Film, mal lösen sie sich in grau flimmernde Video-Kunst auf, mal covern sie dandyhaft Pulp, mal berückend gespenstisch Joy Division, trauen sich, absolut unvorteilhaft in Bad-Taste-Klamotten von einem grellbunten Single-Cover herunterzugrinsen, ohne um ihre Coolness zu fürchten. Wieso auch. Es wird eine Weile vergehen, bis jemand wieder mit so einem tollen Debüt-Album um die Ecke kommt.