Gebhard Ullmanns Tá Lam 11 (D, CH, BG) - Jazz

Mittwoch, 1. Oktober 2014, ab 20.30 Uhr


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Gebhard Ullmann - Saxophon, Bassklarinette, Flöte
Hinrich Beermann - Basssaxophon
Daniel Erdmann - Tenorsaxophon
Vladimir Karparov - Tenorsaxophon
Jürgen Kupke - Klarinette
Joachim Litty - Bassklarinette
Heiner Reinhardt - Bassklarinette
Volker Schlott - Altsaxophon, Sopransaxophon, Flöte
Michael Thieke - Altklarinette
Benjamin Weidekamp - Klarinette, Altsaxophon
Hans Hassler - Akkordeon

Ein Projekt, das über zwanzig Jahre Bestand hat, ist im Jazz etwas Ungewöhnliches. Betrachtet man die Jazzgeschichte, so wird man zwangsläufig bemerken, dass solche langlebigen Projekte aber immer etwas Besonderes waren und nachhaltige Wirkungen erzielten. Gründe hierfür mögen sein, dass sie jeglicher Beliebigkeit entbehrten, dass sie einer Vision verpflichtet sind und dass ein hoher Identifikationsfaktor der beteiligten Musiker besteht.

Gebhard Ullmann, einer der umtriebigsten Musiker des deutschen Jazz, ist Begründer, Organisator, Komponist und Hauptarrangeur sowie Instrumentalist von Tá Lam 11. Begonnen hat er die Arbeit daran 1991 und spielte in dieser Zeit auf zahlreichen Festivals: neben Kempten (1996) wiederholt in Berlin, Moers, Mulhouse, Frankfurt, Burghausen, New York, Chicago, Vancouver, San Francisco, Lissabon.?Wer die Besetzungsliste liest, wird sich die Augen reiben; zehn Holzblasinstrumente und ein Akkordeon – und sonst nichts. Das kann nur viel Luft bedeuten und wenig Substanz. Wer sich jedoch einlässt auf das Abenteuer Tá Lam 11, der wird Hörerlebnisse haben, die nirgends auf der Welt möglich sind. Denn es gelingt Ullmann, aus der Kombination der diversen Saxophone und Klarinetten einen Klang zu gestalten, der einem klassischen Orchester nahe ist, mit einem ähnlichen Klangvolumen und einer ähnlichen Klangpalette. Gleichzeitig swingt das Ensemble in bester Jazztradition und wenn zwei oder mehr Baritonsaxophone oder Bassklarinetten rhythmische Riffs spielen, die wie Felsen in der Brandung stehen, dann bleibt manch einem Zuhörer das Herz stehen. In bester „Four-Brothers“-Manier verschmelzen die Holzblasinstrumente zu einem einzigen und immer wieder werden Soli aus dem Musikmonument herausgemeißelt und schmücken mit schimmernden Verzierungen. Nicht zuletzt Hans Hasslers Akkordeon bietet hier vielfältige Möglichkeiten.