DIE NERVEN (D)

Freitag, 27. Mai 2016, ab 20.30 Uhr


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Zitat:
Das ist wirklich gut! Könnte eine Steve-Albini-Produktion sein. Ich höre etwas The Fall heraus, ein wenig The Jon Spencer Blues Explosion… … ein bisschen Sonic Youth? Ja, wahrscheinlich auch das. Aber sie sind zu keinem Zeitpunkt Kopisten. Das gefällt mir sehr. Die würde ich gerne live sehen! Ich verstehe zwar nicht , worüber sie singen, aber es klingt, als würden sie über Sex und Religionen klagen. Wo kommen die Jungs her? Aus Stuttgart. Da war ich letztens. Eine sehr interessante Stadt. Dort war doch die RAF-Ausstellung. Das hier könnte auch eine RAF-Partyband sein. Thurston Moore von Sonic Youth im Musik Express (02/16) über das Stück „Dreck“ von Die Nerven.

„Was auch immer wir jetzt lernen, ist mit Sicherheit nicht wichtig. Was auch immer wir jetzt lernen, ist mit Sicherheit egal.” Halt, das stimmt so nicht ganz! Auch wenn die Nerven selbst vielleicht anders urteilen, diese Band ist alles andere als unwichtig und mit Sicherheit nicht egal. Was die drei Musiker in den letzten Jahren im Umfeld vom allgegenwärtigen deutschsprachigen HipHop und immer gleich klingenden Indie-Rock Bands geschaffen haben, ist bemerkenswert und kann durchaus als musikalischer Gegenentwurf zum dominierenden Einheitsbrei gesehen werden. In der Dunkelheit des Post-Punk, dem Lärm des Noise- und der Catchyness des Indie-Rock finden die Nerven musikalische Vorbilder in Bands wie Sonic Youth, Swans, Bauhaus oder Fehlfarben. Ihr Songs entfalten sich im Spannungsfeld aus Melancholie, Gleichgültigkeit und Lethargie auf der einen, sowie Wut, Widerstand und Verzweiflung auf der anderen Seite. Freude und Optimismus haben keinen Platz im musikalischen Kosmos von die Nerven.

„Das Glück ist weg, die Feinde nicht. We are the last men dancing.” Mit ihrem zweiten Album “Fun” sorgten sie erstmals für Aufsehen bei Kritikern und Musikfans: Jan Wigger von Spiegel Online spricht von einer der “wichtigsten und besten deutschsprachigen Platten dieses Jahrzehnts”. Der Erfolg des Albums führt Julian Knoth (Gesang, Bass), Max Rieger (Gesang, Gitarre) und Kevin Kuhn (Schlagzeug) auf die Festival-Bühnen des Roskilde und Eurosonic, bis nach Israel und natürlich in die namhaften Clubs deutscher Städte.

„Out”, das dritte Studioalbum der Nerven, leitet sie im Jahr 2015 auf ein etwas filigraneres musikalisches Territorium: Die Aggressivität und Kratzbürstigkeit vorheriger Alben schimmert aber noch immer durch. Doch haben die Nerven zu einem klareren Sound gefunden. Lärm-Ausbrüche entfalten sich seltener und auf subtilere Weise, sind dafür aber umso mitreißender. Dezente Arrangements erweitern die Songs und zeigen, wie die Nerven musikalisch gewachsen sind. “Unpeinliche deutschsprachige Noise-Platten dürfen, ja, müssen sogar so klingen wie das dritte Werk von den Nerven”, urteilt Intro.

„Wer ich bin, ist nicht so wichtig. Hauptsache, man lässt mich in Ruhe. Tagsüber streife ich durch die Straßen. Ohne Weg, ohne Ziel.” Trotz ihrer proklamierten Ziel- und Orientierungslosigkeit haben die Nerven ihren Weg gefunden. Im Mai führt sie dieser Weg wieder nach Schorndorf und eins ist sicher: Trotz all der Düsternis sind die Konzerte von ihnen keineswegs freudlose Veranstaltungen. Wer weiß, vielleicht darf ja sogar ein wenig getanzt werden…
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