Christian Fuchs

Mittwoch, 12. März 2014, ab 20.00 Uhr


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Geheimer Krieg – Wie von Deutschland aus der Kampf gegen den Terror gesteuert wird

Christian Fuchs stellt den politischen Bestseller vor, der die Bundesregierung Ende des vergangenen Jahres in Bedrängnis brachte und eine Debatte über die deutsch-amerikanischen Beziehungen auslöste. Sogar US-Präsident Barack Obama nahm Stellung zu den Recherchen:

Ein amerikanisches Kriegs-Kommando in Stuttgart befehligt Killerdrohnen in Afrika und im Nahen Osten, um mutmaßliche Terroristen umzubringen – ohne parlamentarische Zustimmung. Die NSA greift Daten von Überseekabeln ab, die von Deutschland ausgehen und rüstet in Hessen ihre Abhörtechnik auf. US-Sicherheitskräfte nehmen auf Flughäfen Verdächtige fest. BND-Agenten horchen für die Amerikaner Asylbewerber aus, um Drohnen-Ziele auszukundschaften. Der Aufbau geheimer US- Foltergefängnisse wurde von der CIA-Logistikzentrale in Frankfurt gesteuert. Und die US-Firma, die die Kidnapping-Flüge für die CIA organisierte, wird von deutschen Ministerien weiter mit Millionenverträgen gepampert.
Das alles und noch viel mehr geschieht nicht nur auf deutschem Boden, sondern auch mit der Unterstützung der Bundesregierung. Denn Deutschland ist längst zum untrennbaren Bestandteil der US-Sicherheitsarchitektur geworden. Eines Systems, das sich öffentlicher Kontrolle entziehen will. Der amerikanische „Krieg gegen den Terror“ beginnt direkt vor unseren Haustüren - und wird mit Mitteln geführt, die viele Menschen verabscheuen.
John Goetz und Christian Fuchs haben sich auf eine Reise zu den geheimen amerikanischen Orten in Deutschland begegeben und machten unglaubliche Entdeckungen. Außerdem starteten sie eine Art datenjournalistische Gegenspionage und versuchten das Treiben von Geheimdiensten und US-Militärs in Deutschland aufzuklären.

Über eineinhalb Jahre recherchierten die Journalisten die geheimen US-Strukturen in der Bundesrepublik: Sie werteten Datenbanken aus, ließen Drohnen steigen, schafften es ins Innere einer bisher unbekannten US-Kriegs-Kommandozentrale. Während der Recherchen wurden die Reporter mit Maschinenpistolen bedroht, mehrfach von der Polizei kontrolliert und es wurde wegen Spionage gegen sie ermittelt.  Die Spurensuche führte sie bis zu einem alten Foltergefängnis in Rumänien und nach Moskau - zu Edward Snowden.
„Das sieht nach etwas aus, was man so im Journalismus noch nie gesehen hat“
Frank Schirrmacher (Herausgeber der FAZ)
"Ein aufsehenerregendes Buch“ (rbb)
„Beste Detektivarbeit“ (Der Tagesspiegel)
„Ausgezeichnet“ (Berliner Zeitung)
"Eine journalistische Vorzeigeleistung" (taz)
„Ein spannender und manchmal auch erschreckender Einblick."  (Huffington Post)
„Wertvoll“ (Hamburger Abendblatt)

Christian Fuchs und John Goetz arbeiten als investigative Reporter für den NDR und die Süddeutsche Zeitung. Bereits ihr Buch „Die Zelle“ über den „Nationalsozialistischen Untergrund“ sorgte für Aufsehen. „Geheimer Krieg“ wurde zum Bestseller, der Dokumentarfilm zum Buch ist für den Grimme-Preis nominiert, für Ihre Recherchen wurden Fuchs und Goetz als „Journalisten des Jahres“ geehrt.