Califone (USA) & special guest Tony Dekker of Great Lake Swimmers (CAN)

Sonntag, 1. Dezember 2013, ab 21.00 Uhr


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Califone:
Auch so einer, der einem immer wieder unter die Haut kriecht. Tim Rutili und seine Band Califone, dessen Frühwerk vor Jahren auf Glitterhouse erschien, erschafft mit jeder Platte einen eigenwilligen Klangkosmos aus analogem Handwerk und organisch klingender Electronica. Schwer in Worte zu fassen, eben weil es so eigen ist. Mit Trance Bluegrass hat man es mal versucht, oder „Fuses Seemingly Disparate Folk-Blues Fragility And Electronic Warpage“ oder „drogengeschwängerte, fragile Freak Out-Desert-Hymnen für aufrechte Cyber Space-Hobos des 21. Jahrhunderts“. Tief verwurzelt im American Songbook eines Harry Smith sind Rutili's Kompositionen eigentlich wunderschön klare, größtenteils schleichende Songwriter-Tunes, die er mit zurückhaltender, sehnsuchtsvoller Stimme intoniert. Würde er und seine Mannen sie nicht dekonstruieren, Löcher reinbohren und aufhören, kurz bevor der Song untergeht, Fremdgeräusche untermischen, um dem ganzen eine psychedelische Farbe zu geben, solide Folk-Blues Songs instabil machen, Schönheiten wie Magdalene beinahe naturbelassen servieren, um dann doch noch ein paar Dubeffekte drauf zu legen. Es gibt keine andere Band, die Experimentierfreude und klassisches Songwriting so perfekt verbinden wie Califone. Man höre die beiden letzten Songs – We Are A Payphone ist von betörender Klarheit (und dann kommt diese Bass-Klarinette) und Turtle Eggs/An Optimist schließlich fließendes Wasser in Songform (exzellent!). Das ist schon fast ein Trademark Sound – established 1999. Beeindruckend, einzigartig, berührend, wundervoll.

Tony Dekker:
Den Sänger und Mastermind der Great Lake Swimmers hier vorzustellen mag für langjährige Manufaktur Konzert BesucherInnen seltsam klingen weil die Band 2005 und 2009 hier schon beeindruckende Auftritte hinlegte. Aber wir wollen ja auch viele neue Fans gewinnen. Dekker hat im November ein Soloalbum mit dem Titel "Prayer Of The Woods" veröffentlicht. Seine unvergesslich warme Tenorstimme führt zu Vergleichen mit Neil Young, Nick Drake und Sufjan Stevens.