Bohren & Der Club Of Gore (D)

Mittwoch, 26. März 2014, ab 21.00 Uhr


August  2019
MDMDFSS
2930311234
567891011
12131415161718
19202122232425
2627282930311
September  2019
MDMDFSS
2627282930311
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829
30123456
Oktober  2019
MDMDFSS
30123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
28293031123
November  2019
MDMDFSS
28293031123
45678910
11121314151617
18192021222324
2526272829301
Dezember  2019
MDMDFSS
2526272829301
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829
303112345
Januar  2020
MDMDFSS
303112345
6789101112
13141516171819
20212223242526
272829303112

Mittwoch, 26.3., ab 21.00 Uhr
BOHREN & DER CLUB OF GORE (D)

Bohren & Der Club Of Gore sind aus Mühlheim an der Ruhr und ganz gewiss die langsamste Band der Welt. Sie sind wie ein 386er-Computer mit Modem, wie ein Telefon mit Wählscheibe in Zeiten von High-Speed-Verbindungen, iPhone und der ganzen To-Go-Manie. Die personifizierte Langsamkeit also, die das Quartett mit einem aufreizenden Stoizismus weiterentwickelt. Natürlich erfolgen diese Modifikationen in Zeitlupenschritten und homöopathischen Dosen – auch wenn ihr sensationelles neues Album "Piano Nights" da eine kleine Ausnahme bildet. Nicht, was die so unkopierbare, in Moll gehaltene Soundsignatur der seit 1988 aktiven Band angeht, wohl aber die Instrumentierung. Der Albumtitel lässt viel Interpretationsspielraum: von gefühlsduseligem Tastenkitsch bis hin zu Irrsinn à la Chilly Gonzales. Aber natürlich wirken Bohren & Der Club Of Gore weit entfernt von diesen Polen. Sie drücken mit "Piano Nights" nur aus, dass sich ein Klavier einen Platz zwischen den unverzichtbaren Instrumenten Mellotron, Vibrafon, Saxofon, Bass, Schlagzeug und Fender Rhodes erobern konnte. Der Musik verleiht das in einigen Momenten eine gewisse Leichtigkeit, ohne dabei die verhangenen, verlorenen und doch so anmutigen wie schönen Instrumentaltöne aufzubrechen. Wieder also gelingt Bohren & Der Club Of Gore ein provokanter musikalischer Gegenentwurf zum rastlosen Zeitgeist, ein kosmischer Doom-Bar-Jazz-Ambient-Komacore. Wie man sich das vorstellen könnte? Vielleicht wie Sunn O))), die in die Vergangenheit reisen, um mit Popol Vuh deren Filmmusik zu "Nosferatu" oder "Herz Aus Glas" neu einzuspielen.

Zitat:
Die sanftmütigste Black-Metal Band der Welt. Pitchfork