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Zum Geleit


Liebe Freundinnen und Freunde der Manufaktur,

im Sommer, von Juli bis September, haben wir für Dich eine Menge von Terminen organisiert, die auf unserer Sommersonderbühne stattfinden, im Hof, draußen, unter den Kastanien. Tolle regionale Bands, entspannte Atmosphäre, Schatten. Getränke. Essen. Sommer genießen. Alles, wie es sein soll in dieser Sehnsuchtsjahreszeit. Und: Es kostet keinen Eintritt. Umsonscht!

Auf der anderen Bühne, drinnen, läuft diesen Sommer das Programm weiter, mit Bands von so ziemlich überall her. Lesungen, Theaterveranstaltungen und Disco haben wir auch auf dem Plan. Es gibt dieses Jahr also keine wirkliche Indoor-Sommerpause. Ihr seid ja auch nicht alle dauernd im Urlaub und auch nicht gleichzeitig.

Was das Highlight ist, das diesen Sommer besonders heraussticht? Wenn das immer schon vorher so klar zu sagen wäre...

Aber – wollen wir wetten? Diesmal ist die Sache für uns eigentlich ziemlich klar. Wir verwetten unser Erspartes und gern auch Eure Mitgliedsbeiträge bedenkenlos auf Tinariwen, die Superstars aus Mali mit ihrem hypnotischen Wüsten-Gitarren-Blues-Rock, die am 3. August in der Manufaktur auftreten werden. Seit bald 20 Jahren sind Tinariwen überall auf der Welt unterwegs, begeistern musikalisch und überschreiten Grenzen aller Art. Leider ist das ja weiterhin nicht alltäglich: eine Band aus dem Globalen Süden mit einem Publikum weit jenseits der Kreise der sogenannten Weltmusik – ein Wort, das wir hier natürlich nicht so gern verwenden, denn was Nicht-Weltmusik sein soll, bleibt bekanntermaßen unklar: Science-Fiction-Film-Soundtracks!? Mit ihren Texten und ihren Auftritten machten sie jedenfalls auch die Anliegen der Tuareg zum popkulturellen Gesprächsthema – die Unterdrückung der Nomaden durch verschiedene Staaten, den Aufstieg des Islamismus in Mali, der unter anderem das Musikmachen verbietet und die Band direkt bedroht, und vieles mehr. Es ist keine Entwicklung, die irgendwie fröhlich stimmen würde, leider. Aber es ist Musik, die Verbindungen herstellt und die einen beim Hören und vor allem live in ungeahnte Zustände versetzt, wie auch immer sie das hinkriegt.

Tinariwen haben einen Grammy gewonnen und sind die ersten Grammygewinner auf der Manufaktur-Bühne. Bei ihren Alben geben sich regelmäßig die Größen der geschmackssicheren internationalen Independent-Popkultur die Klinke in die Hand – alle wollen Gastauftritte bei Tinariwen haben, diesmal u.a. Kurt Vile, Mark Lanegan (Ex-Screaming Trees), Alain Johannes (Ex-Queens Of The Stone Age) und Matt Sweeney, der u.a. mit Will Oldham und Run the Jewels spielte. (Haben wir gerade QOTSA als geschmackssicher bezeichnet? Egal.) Was aber alles nicht so wichtig ist, denn es sind nicht die Gäste und das Marketinggeschick von Anti-Records, die Tinariwen zu einem globalen Phänomen machen. Was dann? Na, das werden wir ja alle hoffentlich am eigenen Leib erfahren.

Einen tollen Juli und August wünscht
Deine Manufaktur