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Aki Takase New Blues Project (JP, D, USA, NL)

Aki Takase New Blues Project (JP, D, USA, NL)

Freitag, 11. April 2014, ab 20.30 Uhr

Das Projekt der Pianistin Aki Takase setzt bruchlos ihre Re-Imagination der Jazzgeschichte fort, die sie vor einigen Jahren mit ihren St. Louis Blues- und Fats Waller-Projekten begonnen hatte. Aus der Bearbeitung dieser Klassiker sprach ein Humor, der nur aus einer großen Souveränität heraus entstehen kann und der sich in dem schönen Wort Spielwitz am besten ausgedrückt findet. Natürlich greift Takase auf die Stilformen von New Orleans und Swing zurück - doch daneben finden sich in ihrem Spiel auch die Vertracktheiten eines Eric Dolphy oder Thelonious Monk. Das Konzert verspricht eine Humoristik, die nichts Geringeres ist als die konsequente Vergegenwärtigung einer Musik, die ihre Energie aus der deliranten Unbotmäßigkeit heraus bezieht. Präzise und anarchisch; technisch brillant und alles andere als regelkonform.

Aki Takase wurde in Osaka geboren und wuchs in Tokio auf. Klavierunterricht erhielt sie bereits ab dem dritten Lebensjahr. Klavier war auch das Hauptfach während ihres Musikstudiums an der Tohogakuen University in Tokyo. 1979 folgte ein längerer Aufenthalt in den USA. 1981 beim Berliner Jazzfest in der Philharmonie dann der erste gefeierte Auftritt ihres Trios mit Takeo Moriyama und Nobuyoshi Ino in Deutschland. Zahlreiche Konzerte und Schallplattenaufnahmen mit Dave Liebman, Sheila Jordan, Cecil McBee, Lester Bowie, Bob Moses, Joe Henderson, Niels Henning Orsted Pedersen u.v.a. folgten. In den neunziger Jahren langjährig sehr erfolgreiche Duos mit der Sängerin Maria Joao, sowie mit dem Saxophonisten David Murray. Arbeit im Trio mit Reggie Workman und Rashied Ali, im Duo mit Alexander von Schlippenbach, sowie gelegentliche Projekte mit dem Toki Streichquartet und dem Berlin Contemporary Jazz Orchestra. Aktuell vor allem ihre Zusammenarbeit sowohl mit dem Baßklarinettisten Rudi Mahall als auch mit der Lyrikerin Yoko Tawada jeweils im Duo, sowie ihr Trio Dempa (mit Aleks Kolkowski und Tony Buck). Schallplattenpreise der Union Deutscher Jazzmusiker erhielt Aki Takase 1990 (Play Ballads of Duke Ellington), 1991 (Shima Shoka), 1994 (Blue Monk) und 1998 (Duet for Eric Dolphy). Von 1997 bis 1999 arbeitete sie als Gastprofessorin an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin. 1999 erhielt sie den Kritikerpreis der Berliner Zeitung. Im Jahr 2001 wurden bereits ihre Solo – CD "Le Cahier du Bal" (Leo Records) sowie ihr "W. C. Handy–Projekt" mit Rudi Mahall, Nils Wogram, Fred Frith und Paul Lovens unter dem Titel "St. Louis Blues" (Enja Records) veröffentlicht. Aki Takase erhielt im Jahr 2002 den SWR Jazzpreis. Für ihre Produktion "Aki Takase plays Fats Waller" wurde ihr 2004 der Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik für die beste Jazzproduktion verliehen. Neueste Projekte sind das Trio LOK 03 mit Alex von Schlippenbach und DJ Illvibe, ein Duo mit Lauren Newton, mit Silke Eberhard (Ornette Coleman Anthologie), sowie Duoauftritte mit Louis Sclavis. Für ihre Solo CD "Something sweet, something Tender" wurde sie bereits wieder in die Bestenliste der Deutschen Schallplattenkritik gewählt (1/2008), ihre 7. Nominierung.

Free Dixie – Wer es nicht mit eigenen Augen gesehen, mit eigenen Ohren gehört und im eigenen Bauch verspürt hat, wohl kaum hätte es jemand für möglich gehalten, dass sich die losen Enden der beiden Extreme des Jazz zum runden Ganzen verbinden lassen. ... So liebenswürdig kann das Schreckgespenst der Jazz-Avantgarde sein. Dabei ist es doch so einfach: Man muß nur in der Spur vorwärts gehen, die von den Altvorderen gebahnt worden ist. Die große Stärke des Jazz am Beginn seines Siegeszuges durch die Musikgeschichte des ersten Drittels des vorigen Jahrhunderts war schliesslich die Kraft seiner kollektiven Improvisationslust. (Aki Takase)

Eintritt:
16.- Euro Vvk plus Gebühr    
20.- Euro Abenkasse
12.- Mitglieder